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Interdisziplinäres Fortbildungszentrum für Tierphysiotherapie                      

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Physiotherapie und Osteopathie für Kleintiere

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie ist ein Verfahren aus dem Bereich der Alternativmedizin. Dabei soll durch Anwendung eines Lokalanästhetikums das vegetative Nervensystem beeinflusst werden und – im Gegensatz zu wissenschaftlich anerkannten Lokalanästhesieverfahren – Fernwirkungen entfalten. Die Neuraltherapie wurde von den Brüdern Huneke entwickelt.

 

Neuraltherapie ist ein naturheilkundliches Verfahren. Wir nutzen diese Methode, um Erkrankungen aufzuspüren und Schmerzen, organische Störungen und chronische Entzündungen zu lindern. Dazu spritzen wir ein örtlich wirksames Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) in spezielle, vorher festgelegte Körperstellen.

 

Die Neuraltherapie stützt sich auf zwei Theorien:

 

Die Störfeldtheorie beruht auf der Vorstellung, dass krankhafte Prozesse, wie Entzündungen, Verletzungen oder Narben in einem Organ Einfluss auf andere Organe haben können. Diese auslösenden Stellen werden auch als Herd, Fokus, Störfeld oder Irritationszentrum bezeichnet.

 

Derartige Störungen kann der Körper für einen kurzen Zeitraum ausgleichen. Bleiben Störherde jedoch langfristig bestehen, können sie letztendlich Beschwerden oder Krankheiten verursachen. Nach der Störfeldtheorie ist es möglich, dass die Krankheiten einer Körperregion ihre Ursache in anderen, auch weiter entfernten Körperregionen haben.

 

Ein aktives Störfeld kann identifiziert werden, indem an entsprechender Stelle ein lokales Betäubungsmittel, zum Beispiel Procain gespritzt wird. Verschwinden die Beschwerden an anderen Körperstellen daraufhin binnen kürzester Zeit (Sekunden), ist das aktive Störfeld identifiziert.

 

Die Segmenttheorie beruft sich auf die Erkenntnis der Nervenverbindungen zwischen den Organen und der Haut. Die Reaktionen jedes Körperabschnitts zeigen sich demnach auf bestimmten Hautarealen, den sogenannten Head-Zonen. Ist die Haut in einer bestimmten Zone sehr empfindlich, kann dies beispielsweise auf eine Erkrankung des damit verbundenen Organs hinweisen.

 

In diesem Fall spritzt der Therapeut ein lokales Betäubungsmittel in jene Hautpartie, die mit dem erkrankten Organ zusammenhängt. Die Störungen kann so gezielt behandelt werden.

 

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